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Aus Dumbach wurde Donebach:
Zum Jubiläum wurde nun ein Gedenkstein enthüllt 
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Aus Dumbach wurde Donebach: Zum Jubiläum wurde nun ein Gedenkstein enthüllt. Foto: Simone Schölch
Mudau. (sis) Hausgeburten waren bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts Standard. Bei Geburten im heutigen Donebach stand damals eben „Dumbach“ in der entsprechenden Geburtsurkunde – bis zum Jahreswechsel 1925/1926. Denn dann wurde der Ort mit dem vermeintlich wenig schmeichelhaften Namen offiziell in Donebach umbenannt. Und das haben die Donebacher nun 100 Jahre später mit der feierlichen Enthüllung eines Gedenksteines vor dem ehemaligen Schulgebäude gefeiert.
Hauptlehrer Wilhelm Stelz war damals die treibende Kraft. Er wollte nicht, dass seine Kinder in Dumbach zur Welt kämen. Schon gut zwei Jahre nach seiner Versetzung in den Odenwald hatten seine Eingaben Erfolg, die Umbenennung wurde auch damals schon gebührend gefeiert. Für diesen und weitere Verdienste wurde der rührige Lehrer, der von 1923 bis 1933 in Donebach wirkte, schon im Jahr seines Abschieds zum Ehrenbürger ernannt.
Der frühere Ortsvorsteher Franz Brenneis ist ein profunder Kenner der Donebacher Geschichte und hat sich intensiv mit Hauptlehrer Stelz beschäftigt. Für seine Idee, 100 Jahre nach der Umbenennung einen Gedenkstein aufzustellen, fand er in Norbert Hefner und Eugen Scheuermann die nötigen Sponsoren. Michel Nicola spendete den Sandsteinfindling aus heimischen Wäldern und Kim Hiller bearbeitete den Stein, dessen Relief die Landschaft widerspiegeln soll, und fügte die handwerklich gehauene Schrift an.
Bei seiner feierlichen Enthüllung mit Fahnenabordnungen fanden sich nun viele Einheimische und Gäste ein, die auch gleich von einem schmissigen, KI-generierten „Donebacher Lied“ empfangen wurden.
Brenneis ließ die Geschichte Revue passieren und dankte allen Beteiligten, insbesondere Antonia Schölch, die von Seiten des Ortschaftsrats die Feier samt anschließender Bewirtung mit Kaffee und Kuchen sowie Spendensammlung für die örtliche Jugendfeuerwehr organisiert hatte.
Beim offiziellen Teil kamen auch die beiden Sponsoren zu Wort. Norbert Hefner erinnerte sich an seine glückliche Kindheit in Donebach, und auch Egon Scheuermann nannte Dankbarkeit als Antrieb für seine Unterstützung. In „heimatgeschichtlicher Verbundenheit“ referierte Hans Slama zum Ortsnamen. Zuvor hatten Ortsvorsteher Jochen Walz und Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger ihre Freude über dieses erfolgreiche Projekt zum Ausdruck gebracht – auch wenn im Dialekt die Donebacher bis heute die „Dumbocher“ geblieben sind und oft auch entsprechend gehänselt oder zumindest belächelt werden.
Dazu passte eine Anekdote über den durchaus selbstbewussten, noch in Dumbach geborenen Alois Friedel alias „Weismanns Alis“, der zum damaligen Bürgermeister Wilhelm Schwender gesagt haben soll: „Der dümmste Dumbocher is immer no gscheiter als de gscheitschte Mudemer!“. Und der jetzige Bürgermeister, bekanntermaßen selbst stolzer Donebacher, ergänzte launig: „Eine Lanze muss ich jetzt aber doch auch für die Mudemer brechen; sie waren immerhin so gescheit, einen Dumbocher zum Bürgermeister zu wählen.“
Die anwesenden Mudauer nahmen’s mit Humor, und gemeinsam feierte man den neuen Gedenkstein.
Simone Schölch
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Foto Franz Brenneis
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